Naturschutz beginnt im Garten

Baue dein eigenes

OrlenVia Hub vermittelt fundiertes Wissen über den Bau von Insektenhotels und Nistkästen. Artgerechte Bohrungen, die richtigen Materialien, der passende Platz im Garten.

Dekoratives Insektenhotel aus Hartholz im naturnahen Garten
Lokaler Naturschutz
Artgerecht Bohrungen & Materialien
Entdecken
Artgerechte Bohrungen
Hartholz & Schilf
Strategische Platzierung
Heimische Singvögel
Das Programm

Was du hier lernst

Das Programm gliedert sich in klar abgegrenzte Themenbereiche. Jeder Bereich baut auf dem vorherigen auf.

Artgerechte Bohrungen in Hartholzblock für Wildbienen
Kernmodul

Bohrungen & Materialwahl

Verschiedene Wildbienenarten benötigen unterschiedliche Lochdurchmesser. Das Modul erklärt Durchmesser von 2 bis 10 mm. Hartholz ist dabei dem Weichholz klar vorzuziehen. Schilf und Bambus ergänzen das Angebot für weitere Insektenarten.

Mehr erfahren

Insektenhotels bauen

Von einfachen Einzelmodulen bis zu mehrstöckigen Konstruktionen. Schritt für Schritt erklärt.

Nistkästen für Singvögel

Einflugöffnungen, Innenmaße und Belüftung. Alles was heimische Arten wirklich brauchen.

Gartenplatzierung

Sonneneinstrahlung, Windschutz und Nähe zu Nahrungsquellen. Die Positionierung entscheidet über den Erfolg.

Materialien

Welche Materialien funktionieren wirklich

Nicht jedes Material ist für Insekten geeignet. Viele im Handel erhältliche Produkte verwenden behandeltes Holz oder Kunststoffe. Diese können Tiere schädigen.

Das Programm zeigt, welche Materialien tatsächlich geeignet sind. Unbehandeltes Hartholz steht dabei im Mittelpunkt. Schilf, Bambus und Tannenzapfen ergänzen das Spektrum.

Unbehandeltes Hartholz Eiche, Buche, Obstholz - langlebig und natürlich
Schilf und Bambus Für Hohlraum-Nister wie Schilfkäfer und bestimmte Wespen
Naturstein und Lehm Als Füllmaterial und für bodennahe Strukturen
Tannenzapfen & Rinde Winterquartier für Florfliegen und Käferlarven
Hartholzblöcke und Schilfrohre als Baumaterial für Insektenhotels
Bambusrohre verschiedener Durchmesser für Insektennisthilfen
„Nur unbehandeltes Naturmaterial ist wirklich geeignet."
Schritt für Schritt

Von der Idee zum fertigen Nistplatz

01

Artenwahl und Planung

Zuerst wird festgelegt, welche Insekten oder Vögel angesprochen werden sollen. Jede Art hat andere Anforderungen. Die Planung bestimmt alle weiteren Schritte.

02

Materialauswahl

Hartholzblöcke werden nach Dichte und Trockenheit ausgewählt. Schilfrohre müssen sauber geschnitten sein. Kein splitternes oder behandeltes Material.

03

Bohrungen & Konstruktion

Die Bohrungen erfolgen mit scharfem Werkzeug, immer mit der Holzfaser. Glatte Kanten sind wichtig. Sackbohrungen sind besser als Durchbohrungen.

04

Standort im Garten

Südost-Ausrichtung ist für die meisten Arten vorteilhaft. Mindestens 1 Meter Abstand vom Boden. Keine direkte Nähe zu Pestizid-belasteten Flächen.

05

Pflege und Beobachtung

Insektenhotels benötigen wenig Pflege. Einmal jährlich im Herbst kontrollieren. Beschädigte Elemente austauschen. Besiedlung dokumentieren und beobachten.

Fertiger Nistkasten für heimische Singvögel an einem Apfelbaum
Heimische Singvögel brauchen geeignete Nisthöhlen
Nistkästen

Für heimische Singvögel

Nistkästen ersetzen natürliche Höhlen, die durch den Rückgang alter Bäume seltener werden. Die Maße sind entscheidend.

Meisen, Kleiber und Rotschwanz haben unterschiedliche Ansprüche an Einflugöffnung und Innenraum. Das Programm erklärt die genauen Maße für häufige heimische Arten.

Verschiedene Nistkastentypen für unterschiedliche Vogelarten
Blaumeise Ø 28 mm
Kohlmeise Ø 32 mm
Kleiber Ø 45 mm
Rotschwanz Halbhöhle

Ausrichtung

Ost bis Südost. Nicht in der prallen Mittagssonne. Vor Regen geschützt.

Montagehöhe

Mindestens 2 Meter. Für Mauersegler auch höher. Stabile Befestigung ist Pflicht.

Schutz vor Nesträubern

Metallmanschetten am Stamm verhindern das Hochklettern von Katzen und Mardern.

Gartenplanung

Strategische Platzierung im Garten

Der Standort ist genauso wichtig wie der Bau selbst. Ein falsch platziertes Insektenhotel bleibt oft dauerhaft leer.

Sonnenlage

Insekten sind wechselwarm. Sie brauchen Wärme zum Aktivwerden. Südost-Exposition wärmt früh morgens auf.

Windschutz

Starker Wind kühlt Nistmaterial aus. Hecken oder Mauern im Rücken bieten natürlichen Schutz.

Nahrungsnähe

Blühende Pflanzen in der Nähe sind wichtig. Wildblumenwiesen, Obstbäume und Staudenbeete helfen direkt.

Feuchteschutz

Das Dach schützt vor Regen. Nie direkt auf dem Boden aufstellen. Wasser ist der größte Feind.

Insektenhotel in optimal platzierter Gartenecke mit Blühpflanzen
Jetzt starten

Naturschutz mit eigenen Händen

Das Programm vermittelt alles Notwendige. Kein Vorwissen nötig. Nur Freude an der Natur und handwerkliches Interesse.

Programm anfragen
Häufige Fragen

Was du wissen möchtest

Unbehandeltes Hartholz wie Eiche, Buche, Apfel- oder Kirschholz ist am besten geeignet. Es ist dicht genug, dass Bohrungen stabil bleiben. Weichholz wie Kiefer splittern schnell und bieten kaum Halt. Wichtig ist, dass das Holz vollständig getrocknet ist. Frisches Holz reißt beim Trocknen und schließt die Bohrgänge.

Das hängt von der Zielart ab. Kleine Wildbienenarten nutzen Durchmesser von 2 bis 4 mm. Mittlere Arten bevorzugen 5 bis 8 mm. Für größere Holzbienen und Mauerwespen eignen sich 8 bis 12 mm. Es ist sinnvoll, mehrere Durchmesser anzubieten. So werden verschiedene Arten angesprochen.

Eine Mindesttiefe von 8 cm ist für die meisten Wildbienenarten notwendig. Flachere Gänge werden kaum besiedelt. Ideal sind 10 bis 15 cm. Die Gänge sollten als Sackbohrungen ausgeführt werden, also nicht komplett durchbohren. Das hintere Ende muss geschlossen sein.

Nistkästen für Singvögel hängen am besten zwischen 2 und 4 Metern Höhe. Die Einflugöffnung sollte nach Osten oder Südosten zeigen. So ist der Kasten morgens warm, aber nicht der Mittagshitze ausgesetzt. Freier Anflug vor der Öffnung ist wichtig. Dichte Zweige direkt vor dem Eingang hindern Vögel beim Landen.

Der Pflegeaufwand ist gering. Einmal jährlich, am besten im Herbst nach der Brutsaison, sollten beschädigte Elemente geprüft werden. Verschimmelte oder faulende Teile müssen ersetzt werden. Schilfrohre können nach wenigen Jahren ausgetauscht werden. Auf keinen Fall sollte das Hotel während der Brutsaison (April bis August) gereinigt werden.

Nein. Die meisten Wildbienenarten, die Insektenhotels besiedeln, sind solitär lebend und nicht aggressiv. Sie stechen nur, wenn man sie direkt fängt oder stark bedrängt. Auch die vorkommenden kleinen Wespenarten verhalten sich friedlich. Eine ruhige Beobachtung aus normalem Abstand ist jederzeit möglich und lehrreich.

Schnellantworten

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Wann aufhängen?

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Nistkästen am besten im Herbst oder Winter aufhängen. Vögel erkunden potenzielle Nistplätze bereits im Frühjahr. Insektenhotels können das ganze Jahr aufgestellt werden.

Lackieren erlaubt?

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Das Außengehäuse darf mit natürlichen Farben oder Leinöl behandelt werden. Niemals die Bohrgänge oder Innenflächen streichen. Chemische Farben schaden den Insekten.

Wie groß bauen?

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Größe ist nicht entscheidend. Wichtiger ist die Qualität der Bohrungen und des Materials. Kleinere, gut gemachte Hotels werden besser besiedelt als große, schlecht ausgeführte.

Welche Arten kommen?

Antwort anzeigen

Mauerbienen, Blattschneiderbienen, Lehmwespen und Schlupfwespen sind häufige Bewohner. Welche Arten kommen, hängt von der Umgebung, dem Angebot und der Region ab.

Im Winter drin lassen?

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Ja. Insektenhotels bleiben das ganze Jahr draußen. Viele Larven überwintern in den Bohrgängen. Hereinzunehmen würde die Entwicklung stören und Tiere gefährden.

Mit Kindern machbar?

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Ja, mit Anleitung gut geeignet. Kinder ab etwa 8 Jahren können unter Aufsicht bohren und zusammenbauen. Das Projekt verbindet handwerkliches Tun mit Naturlernen.

Kontakt

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Adresse Kumpfmühler Str. 63
93051 Regensburg
Telefon +49 941 999070